Entwicklung der Anlagelösungen
2025 wird als ereignisreiches Börsenjahr in Erinnerung bleiben. Neue Höchststände an den Aktienmärkten, gestützt durch robuste Unternehmensgewinne und Leitzinssenkungen, standen einer anhaltend hohen Unsicherheit gegenüber, die Edelmetallen zu einer Renaissance verhalfen. Während KI-Aktien sowie Rüstungswerte gefragt waren, blieb der Gesundheitssektor aufgrund der politischen Rahmenbedingungen über Monate hinweg unter Druck und gewann erst im 4. Quartal wieder an positiver Dynamik.
Trotz der weiterhin angespannten geopolitischen Lage – insbesondere des andauernden Krieges in der Ukraine sowie der fragilen Sicherheitslage im Nahen Osten – zeigten sich die internationalen Finanzmärkte im Anlagejahr 2025 insgesamt bemerkenswert robust. Nach den starken Kursgewinnen der Vorjahre setzten viele Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend fort, wenn auch mit erhöhter Schwankungsanfälligkeit. Vor allem US-Aktien profitierten von einer weiterhin soliden Wirtschaftsentwicklung, aber auch europäische Leitindizes vermochten deutlich zuzulegen. Technologiewerte blieben ein zentraler Treiber der Märkte, wobei sich der Fokus zunehmend von reiner künstlicher Intelligenz hin zu produktiven Anwendungen und nachhaltigen Ertragsmodellen verlagerte. Rohstoffe entwickelten sich uneinheitlich: Während Gold dank seiner Rolle als Absicherung in einem von politischen Risiken geprägten Umfeld zu einem regelrechten Höhenflug mit zwischenzeitlich USD 4 500 pro Unze ansetzte, blieben die Energiemärkte stark von geopolitischen Entwicklungen abhängig.
Politisch stand das Jahr klar im Zeichen der neuen US-Regierung. Die zweite Amtszeit von Donald Trump brachte rasch wirtschaftspolitische Akzente mit sich, insbesondere im internationalen Handel – Stichwort «Zölle». Vor allem die Ankündigungen anlässlich des «Liberation Day» am 2. April 2025 sorgten für Unklarheit und grosse Verunsicherung an den Märkten. Der Verlust des Vertrauens in die USA als verlässlichen Handelspartner zeigte sich auch in der ausgeprägten Schwäche des US-Dollars. In der Europäischen Union (EU) belasteten die weiterhin ungelösten strukturellen Herausforderungen sowie politische Instabilität in wichtigen Mitgliedstaaten das Investitionsklima. Gleichzeitig sorgten jedoch mehrere staatliche und supranationale Investitionsprogramme – gerade in den Bereichen Infrastruktur, Energieversorgung, Digitalisierung und Verteidigung – für konstruktive Impulse, und sie stärkten die mittelfristigen Wachstumsperspektiven.
Auf geldpolitischer Ebene rückte 2025 zunehmend die Frage nach dem richtigen Tempo weiterer Lockerungen in den Fokus. Die US-Notenbank zeigte sich angesichts einer hartnäckigen Kerninflation und eines weiterhin robusten Arbeitsmarkts vorsichtig und betonte ihre datenabhängige Vorgehensweise. Insgesamt wurden die Leitzinsen in drei Schritten auf 3.50–3.75% gesenkt. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) agierte und senkte die Zinsen in insgesamt vier Etappen auf 2.0%. Nach dem Juni-Schritt hat die EZB die Zinsen über die zweite Jahreshälfte hinweg mehrfach unverändert gelassen, was auf eine stabilere Inflationsentwicklung in der Eurozone hindeutet. In der Schweiz befindet sich der Leitzins mittlerweile bei 0%. Insgesamt blieb das Anlagejahr 2025 geprägt von einem anspruchsvollen Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken, geldpolitischer Unsicherheit und strukturellen Wachstumschancen – einem Umfeld, das selektives Vorgehen und aktives Management einmal mehr in den Vordergrund rückte.
Im vergangenen Jahr konnten Kapitalanleger in den meisten Aktienmärkten erneut positive Wertentwicklungen erzielen. Die USD-Schwäche belastete die Renditen in US-Aktien jedoch gerade für Schweizer Anleger deutlich. Das Börsenjahr 2025 verdeutlichte die Wichtigkeit einer diversifizierten Anlagestrategie eindrucksvoll. Sowohl der europäische Stoxx Europe 600 (+18.8%) als auch der SPI (+17.8%) verzeichneten im abgelaufenen Jahr deutlich zweistellige Kurszuwächse. Gleiches galt für die fast schon in Vergessenheit geratenen Schwellenländer (+16.8%) sowie den japanischen Aktienindex Nikkei 225 (+13.0%). Der S&P 500 (+3.0%) blieb nach Jahren der deutlichen Outperformance etwas zurück. Auf Sektorenebene haben Kommunikationsdienstleister (+15.7%), Finanzwerte (+13.2%) und Grundstoffe (+10.6%) am stärksten zugelegt, während Immobilien (-6.1%), zyklische Konsumwerte (-5.0%) und Basiskonsum (-4.3%) die drei Schlusslichter im Sektorenvergleich bildeten. Der Gesundheitssektor (+0.9%) blieb trotz eines starken vierten Quartals hinter dem breiten Aktienmarkt zurück. Alle Angaben in CHF.
Healthcare – politischer Gegenwind, Pfizer-Deal als wichtiger Wendepunkt
In den USA sorgten Diskussionen um Medikamentenpreise (Meistbegünstigungsmodell), Zölle auf Pharmazeutika und Medicare-Verhandlungen für anhaltende Unsicherheit. Zugleich blieb die FDA in ihrer Zulassungstätigkeit verlässlich und gewährleistete damit ein stabiles regulatorisches Umfeld, das Innovation fördert und Investitionen begünstigt. Trotz des insgesamt äusserst positiven fundamentalen Fortschritts konnte der Gesundheitssektor insbesondere in der 1. Jahreshälfte nicht mit dem breiten Aktienmarkt Schritt halten.
Die Preisvereinbarung zwischen der US-Regierung und Pfizer Ende September sowie die anschliessenden Deals mit Eli Lilly und Novo Nordisk im November haben einen klaren und wichtigen Wendepunkt markiert. Erstmals entsteht ein kalkulierbares Rahmenwerk für Preisbildung und Erstattung, das Unsicherheit reduziert und Planbarkeit erhöht. Die Investoren haben darauf schnell reagiert: Healthcare zählte im 4. Quartal zu den stärksten Sektoren (+10.4%), institutionelle Anleger und Generalisten kehrten zurück. Die zuvor hohe Unsicherheit wich zunehmender Zuversicht und wirkte für den Markt als Impuls zum Risikoabbau.
2025 war zudem geprägt von einer hohen M&A-Aktivität. Die Biopharmabranche verfügt weiterhin über rekordhohe finanzielle Mittel, die zunehmend für strategische Übernahmen eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind die Akquisition von Intra-Cellular durch Johnson & Johnson für USD 14.6 Mrd. sowie das Übernahmeangebot von Novartis für Avidity in Höhe von USD 12 Mrd. – zwei von zahlreichen Transaktionen im abgelaufenen Jahr. Auch ausserhalb des Medikamentenbereichs nahm die Übernahmeaktivität zu. So kündigte Abbott die Übernahme von Exact Sciences für insgesamt USD 23 Mrd. an; es will damit seine Position im Bereich der Krebsdiagnostik stärken. Parallel dazu belebte sich die Aktivität am Primärmarkt spürbar. Der Rekord-Börsengang des US-Medizintechnik-Spezialisten Medline setzte zum Jahresende ein deutliches Ausrufezeichen am IPO-Markt. Bereits am ersten Handelstag erreichte Medline eine Bewertung von über USD 50 Mrd. und unterstrich damit das hohe Investoreninteresse.
Sowohl der Aktienkurs (+53.7% in USD) als auch der NAV (+44.8%) der BB Biotech AG entwickelten sich 2025 sehr positiv und übertrafen den Nasdaq Biotech Index deutlich. Die makroökonomischen Rahmenbedingungen haben sich spürbar verbessert, und eine Reihe klinischer, regulatorischer und M&A-Meilensteine belebte die Dynamik im Biotechnologiesektor. Zu den Highlights im BB-Biotech-Portfolio zählten Ionis Pharmaceuticals und Revolution Medicines. Ionis veröffentlichte unter anderem positive Phase-III-Ergebnisse für Olezarsen bei schwerer Hypertriglyzeridämie und bestätigte eine deutliche Senkung der Triglyzeridwerte bei guter Verträglichkeit. Revolution Medicines präsentierte frühe Daten zu Daraxonrasib und Zoldonrasib, welche hohe Ansprechraten bestätigten und nach der Erteilung des Status als bahnbrechende Therapie («breakthrough therapy designation») starkes Investoreninteresse weckten. Zudem hat die FDA im Rahmen ihres neuen National-Priority-Voucher-Programms das Krebsmedikament RMC-6236 von Revolution Medicines ausgewählt und damit eine stark beschleunigte Zulassungsprüfung signalisiert.
Der Medizintechniksektor profitiert von einem robusten Volumenwachstum bei den chirurgischen Eingriffen und einer äusserst positiven Entwicklung wichtiger Blockbuster-Märkte. So berichtete beispielsweise Intuitive Surgical für das 4. Quartal ein Behandlungswachstum von 18% und übertraf damit die Erwartungen. Der zunehmende Einsatz generativer künstlicher Intelligenz verbessert Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten nachhaltig und sorgt für zusätzliche Wachstumsimpulse. Life-Sciences-Tools-Unternehmen wie Thermo Fisher profitierten zudem von Preisvereinbarungen im Pharmabereich. Vor diesem Hintergrund blieb der Bellevue Medtech & Services (Lux) mit 4.4% dennoch hinter der Entwicklung des breiten Gesundheitsmarkts zurück. Eine vergleichbare Performance zeigte der Bellevue Digital Health Fonds (5.0% in USD).
Die global ausgerichteten Gesundheitsstrategien Bellevue Healthcare Strategy (+11.3%) und Bellevue Sustainable Healthcare (+11.1%) verzeichneten in USD zweistellige Kursgewinne und blieben damit aufgrund ihrer strategischen Positionierung etwas hinter dem MSCI World Healthcare Index zurück. Grund hierfür war die Untergewichtung in eher Value/defensiven grosskapitalisierten Biopharmaunternehmen, die nach dem Pfizer-Deal stark zulegten. Der Bellevue Diversified Healthcare Fonds schloss das Jahr 2025 mit einem Plus von 13.9%.
Einen deutlichen Turnaround in USD zeigten die beiden regionalen Strategien Bellevue Asia Pacific Healthcare (+8.4%) und Bellevue Emerging Markets Healthcare (+14.8%). Asien entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Motor des globalen Gesundheitssektors. Besonders in China eröffnen sich spannende Chancen: Die Innovationskraft der Biotechszene hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Die Zahl neuartiger Moleküle mit Ursprung in China ist sprunghaft angestiegen – ein Beleg dafür, dass sich das Land vom «Fast-Follower» zu einem ernstzunehmenden Innovator entwickelt hat. Diese Innovationskraft macht chinesische Unternehmen zunehmend attraktiv für internationale Partner. Viele der entwickelten Produkte besitzen das Potenzial, zu den besten ihrer Klasse zu gehören, sind kosteneffizient und eröffnen globalen Pharmakonzernen die Möglichkeit, ihr eigenes Portfolio zu stärken.
Mit dem im September lancierten Bellevue Healthcare ETF wurde das Produktangebot im Gesundheitsbereich gezielt erweitert und bietet Investoren einfachen Zugang zu einem aktiv verwalteten Portfolio führender Healthcare-Unternehmen – börsengehandelt, transparent und kosteneffizient. Seit Auflage hat der ETF, gemessen in USD, um 11.7% zugelegt.
Europas Nebenwerte erleben ein Comeback
Der Bellevue Entrepreneur Europe Small erwirtschaftete ein beachtliches Plus von 27.5% und schloss somit erneut deutlich besser als der Vergleichsindex (+19.3%) ab. Damit behauptet der Fonds seine erstklassige Position im direkten Konkurrenzvergleich. Starke Performancebeiträge lieferten Portfoliopositionen wie Nordex, Bankinter, Unicaja Banco, Cloetta oder Metso. Ebenfalls positiv und besser als der SPI Extra entwickelten sich die auf die Schweiz ausgerichteten Aktienstrategien Bellevue Entrepreneur Switzerland (+18.3%) und Bellevue Entrepreneur Swiss Small & Mid (+17.3%), welche von Positionen wie Huber & Suhner, u-Blox, Compagnie Financière Tradition und Swissquote profitierten.
Quelle: Bellevue Group, per 31. Dezember 2025
Die Performance des Bellevue Global Macro Fonds (+5.6% in EUR) war auch 2025 breit abgestützt. Das Portfolio konnte insbesondere von der Gold-Position als auch vom Aktien-Exposure in den USA und China profitieren. Die Rentenstrategie Bellevue Global Income (+1.3% in EUR) vermochte im letzten Jahr ebenfalls zuzulegen, blieb jedoch hinter dem Bloomberg Global Aggregate EUR hedged Index (+2.7%) zurück. Im Dezember wurde die Produktüberführung des StarCapital Dynamic Bonds und StarCapital Multi Income in die jeweiligen Pendants Bellevue Global Macro und Bellevue Global Income erfolgreich abgeschlossen. Des Weiteren konnte die Optionsstrategie Bellevue Option Premium an eine Drittpartei veräussert werden. Diese strategischen Anpassungen dienen der Fokussierung des Produktangebots und schaffen eine attraktive Grundlage für zukünftiges Wachstum mit hohem Skalierungspotenzial.
Gründe für ein starkes Healthcare-Jahr 2026
Der Gesundheitssektor geht mit deutlichem Rückenwind ins neue Jahr. Regulatorische Rahmenbedingungen sind berechenbarer, und die Kapitalzuflüsse in den Sektor nehmen zu. Gleichzeitig ziehen die Gewinnerwartungen an, gestützt durch eine umfangreiche Innovationspipeline und die Erschliessung zusätzlicher Absatzmärkte, während der Sektor weiterhin mit einem Bewertungsabschlag gegenüber globalen Aktien gehandelt wird.
Politik schafft Klarheit – Kapital kehrt zurück
Die Preisvereinbarung zwischen der US-Regierung und Pfizer Ende September sowie die anschliessenden Deals mit diversen Pharmaunternehmen haben einen klaren Wendepunkt markiert. Erstmals entsteht ein kalkulierbares Rahmenwerk für Preisbildung und Erstattung, das die Unsicherheit reduziert und die Planbarkeit erhöht.
Neubewertung hat begonnen – mit weiterem Aufholpotenzial
Die Bewertungen im Gesundheitssektor bewegen sich zurück in Richtung auf den langfristigen Durchschnitt, aber noch besteht ein Bewertungsabschlag von knapp 10% gegenüber globalen Aktien. Die Aussichten sind vielversprechend: Für Biopharma und Life-Science-Tools wird ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 15% p.a. für 2024–2027 erwartet, mehr als doppelt so hoch wie der langfristige Trend von rund 7% pro Jahr.
Biopharma mit starken Wachstumstreibern und hoher M&A-Kapazität
Neue Wirkstoffklassen in der Onkologie, Fortschritte bei Adipositas- und Diabetesbehandlungen sowie Innovationen in kardiovaskulären Therapien schaffen zusätzliche Marktvolumina. Gleichzeitig steigt die Nachfrage im Bioprocessing, getrieben durch Onshoring-Effekte und neue Produktionsplattformen. Die Branche verfügt zudem über mehr als USD 180 Mrd. an verfügbarem M&A-Kapital und federt damit Umsatzeinbussen aufgrund von Patentabläufen ab oder schliesst Lücken in der strategischen Pipeline.
Medizintechnik wächst stark
Medtech bleibt ein wesentlicher Wachstumstreiber, getragen durch starke Nachfrage in etablierten Segmenten und die Entstehung neuer Milliardenmärkte. Robotergestützte Chirurgie, Glukosesensoren und strukturelle Herzeingriffe wachsen weiterhin zweistellig. Gleichzeitig dringen neue Technologien wie die Pulsfeldablation rasch in die klinische Versorgung vor, und KI-gestützte Smartglasses gewinnen an Bedeutung. Grosskapitalisierte Medizintechnikunternehmen handeln zum Jahresende bei rund 18x und damit etwa 19% unter dem S&P 500.
Europa steht an der Schwelle einer zyklischen Erholung
Europa geht mit Rückenwind in das Jahr 2026. Die makroökonomischen Indikatoren stabilisieren sich, die PMIs haben ihren Tiefpunkt hinter sich gelassen und die EZB befindet sich auf einem Lockerungspfad. Gleichzeitig setzt die Fiskalpolitik starke Akzente: Deutschland startet ein Infrastrukturprogramm von EUR 500 Mrd., erhöht die Verteidigungsausgaben auf 3.5% des BIP, und EU-weit fliessen über Programme wie Readiness 2030 weitere EUR 800 Mrd. in Modernisierung und Sicherheit. Parallel dazu erwarten Ökonomen eine deutliche Beschleunigung der Wirtschaftsaktivität. Laut J.P. Morgan könnte Europa bereits im Sommer 2026 wieder rund 1% Wirtschaftswachstum erreichen und bis zum Jahresende auf 2% anziehen.
Für europäische Small und Mid Caps ist diese Ausgangslage besonders relevant. Rund 60% ihrer Umsätze stammen aus Europa. Die vergangenen Jahre waren für Nebenwerte schwierig: Energiepreisschocks, eine industrielle Rezession sowie Kapitalabflüsse von EUR 11.5 Mrd. seit 2021 belasteten die Bewertung. Doch nun dreht die Dynamik. Erstmals seit Jahren fliessen wieder Mittel in europäische Small und Mid Caps. Gleichzeitig verändert sich die strategische Ausrichtung Europas. Der politische Wille, paneuropäische Champions zu schaffen, hat zugenommen. Bisher fanden Zusammenschlüsse vor allem auf nationaler Ebene statt – in Telekommunikation, Energie, Banken oder Versorgern. Künftig dürfte verstärkt mit grenzüberschreitenden Konsolidierungen gerechnet werden, da Europa versteht, dass es für eine globale Wettbewerbsfähigkeit mit den USA und China grössere, schlagkräftigere Unternehmensstrukturen benötigt. Europa steht damit am Beginn einer Phase, in der konjunkturelle Erholung, fiskalische Expansion und strukturelle Marktintegration gleichzeitig wirken.
Im Small- und Mid-Cap-Segment ergibt sich eine seltene Bewertungs- und Marktkonstellation. Europäische Small Caps sind derzeit relativ so niedrig bewertet wie seit 2008 nicht mehr: Das Forward-KGV liegt bei 14.0x, unter dem der Large Caps (15.6x), und weit unter dem der US Small Caps (18.6x). Die relative Bewertung gegenüber Large Caps bewegt sich nahe 0.9x – einem historischen Tiefpunkt.